Post in den Kriegszeiten

· Geschichte
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Inhalt:

Einleitung

Post vor dem 1. Weltkrieg

Post während dem 1. Weltkrieg

1919 bis 1938

Post während dem 2. Weltkrieg

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Einleitung

Da man sich interessiert für Feldpost, und weil ich daran arbeiten musste, habe ich ziemlich viel gesehen, auf e-bay, gaertner-auktionen, usw., daß ich nicht vergessen wollte.  Bitte fragen Sie nicht, wo ich alles gesehen habe, leider, habe ich es nicht aufgeschrieben.  Nur, wenn ich irgendwo und irgendwie von eine Sammlung kopieren konnte, behalte ich das Recht über die Änderungen die ich für nötig hälte.  Darauf folgen meine eigene Einsichten über Verschiedenes.

Einige Abbildungen oder Vermutungen werden historisches Wert haben, so ist meine Hoffnung.

Obwohl es hier meistens mit den deutsche Sprachraum zu tun hat, gibt es dazu auch einige anderen Beispielen.  Und obwohl es nicht probiert ist, habe ich gesehen, daß nordamerikanische Soldaten (im 1. Weltkrieg)  nicht gut englisch schreiben;  insofern ich deutsch kann, schrieben die Deutschen meistens fehlerfrei; insofern ich französisch und italienisch lesen kann, hat der Franzose eine etwas besser Handschrift.  Spanisch, eine Sprache die ich vielleicht besser als deutsch beherrsche, ist mir manchmal unmöglich zu verstehen wenn man es mit Feder auf Papier schreibt.  Letztens, wenn jemand ein Brief in deutsche Schönschrift sieht, ist es nicht immer leicht zu lesen.  Manchmal kann man die schlechte Schrift leichter entziffern.

Wenn es um 2. Weltkrieg handelt, bitte ich Entschuldigung, um Schwierigkeiten zu vermeiden, wird das Hakenkreuz nicht gezeigt.  Bitte entschuldigen Sie auch Fehlern, die vorkommen.  Rhein-Hessisch war meine erste Sprache, dann ab 4 Jahre, war ich nicht mehr in Europa. Sollte ich die Zeit haben, werde ich diese Arbeit korrigieren.

Verwandt mit meine Interesse auf diesen Thema, sind zwei Artikeln.  Hier auf WordPress finden sie, auf Englisch und Deutsch, meine Ansichten zu die alte deutsche Schrift, unter “German Scripts”, die zweiter Hälft ist auf Deutsch.  Verwandt mit Post in den Kriegszeiten ist, auf Englisch und Spanisch, etwas über inflation in Shanghai während dem Krieg zwischen Nationalisten und Kommunisten in China.  Da gibt es auch Postsachen abgebildet.

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Allgemeine Abbildungen für die Zeit vor dem 2. Weltkrieg.

Erst sehen wir etwas ziemlich alt, wie alt, kann man nur vermuten.

Correspondenz: Freiherrn von Schiller und Haslinger, zwischen 1750 und 1850?

Korrespondenz: Freiherrn von Schiller und Grafen von Haslingen, zwischen 1750 und 1850?

Die Qualität laßt denken, daß es in Kriegszeit geschrieben war.  Bessere Auskunft ist willkommen! Jetzt kommt man zu ein Feldpostbrief des Deutsches Kaiserreich.

1886Herm

Feldpostbrief nach ein Dr. Hermes in Berlin, 1866, von ein Adjutant des 31. Infanterie Regiments.

Der Name des Adjutants kann ich leider nicht lesen.  Unter “Hermes” sehen Sie das Wort “Wohlgeboren”. Hier folgen 2 Abbildungen, die mit die französische Besetzung Indochina verbunden sind. Erstens, von eine Res. Brig. die Bezetzung, groß oben geschrieben! Der Brief ging an einer Militärakademie.

Tonkin 1889

Brief aus Tonkin an eine Militärakademie in Paris, 1889. Französische Besetzung.

Hanoi war über ein Jahrhundert irgendwie in ein Krieg, der nicht gesucht war.  Hier ist etwas aus das Jahr 1897:

1897 Hanoi

Französische Besetzung, Hanoi, 1897, 9. Regt. Marine Inf.

Hier folgt etwas, das nicht Kriegspost ist, aber ich vermute das es möglich ist, daß es mit militärischen Sachen zu tun hat.

1898gibr

Postkarte, 1898 : Gibraltar. Keine Adresse.

Ist das nicht “Mr.” Witzleben, Gibr[altar]?  Dann muß es mit ein Verwandter Erwin von Witzleben zu tun haben, vielleicht sein Vater.  Kann’s sein? Erwin war damals 17 Jahre alt. Hier ist etwas das älter sein muß, leider kann man das Jahr nicht ablesen.

Austrian-Russian Battle scene.

Feldpostkarte aus Österreich-Ungarn, wenn nicht älter.

Wir vermuten das diese Karte nach Marburg an der Drau (Maribor, Slowenien) gesendet war, da die Adresse sagt so etwas wie “Haus des Volkes”, “Narodni Dom”, und wir sehen die Buchstaben “K.K.”  Dort gab es eine Infanterie Kaserne Österreichs.  Die Sprachen, unter “Feldpostkarte” sind Tschechisch, Ungarisch und Polnisch. Hätte alles geklappt, hätte es nie zum 1. Weltkrieg gekommen.

In Dreikaiserecke bei Myslowitz [heute Mysłowice, in Polen] fehlte nur der englische König. Eine ähnliche Postkarte, gemeinfrei, von 1902 kann mann auf Wikipedia sehen.

Dreikaiserecke bei Myslowitz oder heute, Mysłowice

Dreikaiserecke bei Myslowitz oder heute, Mysłowice

Feldpost brauchte kein Krieg.  Hier ist etwas von der K.u.K. Armee nach Dresden, mit ein Stempel des 1. Armee Korps d. K. Pr. Feldpost.

1912 Feldpost

K.u.K. Armee Post durch K. Pr. 1. Armee Feldpost, nach Dresden, 1912

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Hier ist ein Stückchen von

Feldpost des 1. Weltkriegs

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1914 Sprottau Feldpoststempel

1914 Feldpost aus Sprottau, heute Szprotawa in Polen.

Feldpost: Abs[sender] Hauff, Sprottau –, Ersatzfeldartillerieabteilung 50 oder 58, 2. Batterie, nicht ganz richtig geschrieben, “Artillerie” ist falsch. Man muß kein Nationalist sein, um die deutsche Namen von einem Ort wie Szprotawa zu kennen wollen.  Mindestens ist Sprottau, für Deutschen, viel leichter auszusprechen!

Nächst, ein Briefumschlag von das Zentralpolizeiamt des General-Gouvernements in Brüssel, Belgien, 1915, nach Berlin.  Das Einschaltbild zeigt wie genau es an der Rückseite gestempelt war.

Kuvert - Polizeiamt

Brief von das Polizeiamt in Brüssel, Kuvert des Senats Belgiens, 1915, Deutsche Besetzung.

Auch aus dem Jahr 1915, gestempelt “Soldatenbrief” statt “Feldpost”:

Briefkuvert, 6. Armee in Lille, Frankreich

Brief an Verband Deutscher Verhandlungsgehilfen, Leipzig, von der Zitadelle, Lille, 1915, 6. Armee Feldpoststation 3.

Nur die Straße ließt man mit Schwierigkeit, sie heißt Harkortstraße.

Da Rußland in Krieg mit Deutschland war, ging Post durch, z. B., Holland.  Hier ist eine russische Postkarte, mit Zensur, aus Tomsk.

TomskF

Russische Postkarte aus Tomsk nach Amsterdam, 1916, mit Zensur.

Ein anderes Modell russische Kriegsgefangenenkarte ist Folgendes:

Russische Postkarte

Postkarte aus Rußland nach Flensburg, mit Zensurstempel, 1916.

Hier ist was der Gefangener geschrieben hat:

Kriegsgefangerbitte

Ein deutscher Kriegsgefangener in Sibirien verlangt “eine kleine Unterstützung”

Heute heißt diese Stadt einfach Ussurijsk. Man sieht deutlich genug die Einheit des Gefangeners.

Ein nachgeprüften Brief des X. Armeekorps, Emden, von Friesland nach Wien, für ein Gardefusilier.

ekorps, 1915, nach Wien. Emden 1915 nach Wien

Feldpostbrief aus Emdem, X. Armeekorps, 1915, nach Wien.

Hier habe ich mehrere Dokumente gesehen, obwohl man vorsichtig sein muß, ich vermute, der Sammler kaufte mehr Verfälschungen, als er möchte. Hier sehen wir ein Brief von ein Makler, der einer Baronin den Brief weitergab.

Briefteile, Kriegszeit, 1. Weltkrieg

Am einer Baronin, 1916, aus Tomsk

Der Brief war auf englisch geschrieben, aber wir interessieren uns nicht an die Privatsachen der Baronin, nur an den historischen Ereignissen.  Man merkt, daß teures Papier benutzt war. Hier is ein deutscher Kriegsgefangener in Volterra, Provinz Pisa, in 1916.

Kriegsgefangenerpost - Volterra nach Kiel

Karte ein deutsche Kriegsgefanger in Volterra, Pisa, Italien, 1916, nach Kiel geschrieben.

Jetzt, aus Österreich, an eine Papierfabrik in Hanau.

Karte K.u.K. Inf. Reg. 93

Feldpostkarte des Jahres 1916, mit Siegel des K.u.K. Inf. Reg. 93, Komp. 8, Zug III, Feldpostnummer 354

Hier ist es nicht eine Frage von nur deutsche Korrespondenz, aber alles, das mit Krieg zu tun hat, z. B., Zensur.  Leider glauben wir, es ist verboten, die andere Seite der folgender Karte zu zeigen, aber es ist auch nicht wichtig.

1918 Postcard (reverse) shown for its markings.

Argentinische Postkarte, Rückseite, in Paraguay gedruckt, von Asuncion abgesendet, nach Brasilien geschickt, 1918, mit Zensur.

Die Postkarte zeigte die  Iguazú-Wasserfällen, und wenn Herr Grüter aus Asuncion noch nicht 70 Jahre her starb, ist es nicht möglich, seine Arbeit hier  anzuschauen, obwohl sie leicht zu finden ist.  Guillermo de [Wilhelm von Grüter ] [auf Spanisch] war verwandet mit der Adlerfamilien von Deipenbroick-Grüter, Besitzern des Hauses Marck, Tecklenburg, Westfalen.  Was mir hier interessiert, ist daß die Zensur, in 1918 so fleißig war, daß sie sich Mühe gegeben hat, die Namen und Adressen zu lesen.

Hier sind 2 Beispielen, wer die Verwundeten verpflegte:

KuKRoKr

Der Erste Weltkrieg war im voller Schwing, als man folgendes ausfüllte:

1916 Frachtbrief

Frachtbrief aus 1916 für ein Zug der Königl. Direktion d. Militäreisenbahn

Hier ist Feldpost der Englischer und Nordamerikaner:

Ami und Englische Feldpost 1918

Nordamerikanische und Britische Feldpost, 1918

Später werde ich eine Übersetzung geben.  Man kann aber sagen, es scheint, daß die deutsche Soldaten nicht so viel lesen müssten, vor sie ihre Post abschickten.

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Nach dem 1. Weltkrieg

Hier, ein traurige Brief:

Kriegsgefangen-Hilfe

Mitteilung eines Heldentodes, 1919

Und, um dem 1. Weltkrieg richtig zu verstehen, vergesse man das Datum, den 11. November 1918.  Warum gab es dann in 1919 Feldpost nach Frankreich?

1919 Feldpostkarte

Eine Feldpostkarte nach Frankreich in 1919. Französische Zensur.

Hier sendet jemand eine Postkarte nach eine Brauerei in Argentinien.  Diese Quilmes Brauerei ist noch heute bekannt.

Rückseite - Postkarte - 1919 nach Buenos Aires - Brauerei Quilmes

Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen – Karte nach Argentinien – Brauerei Quilmes

Komisch ist es zu merken, daß die Zensur nicht mit Kriegsende aufhörte.  Hier ist ein Teil ein Briefkuvert aus 1920:

Einscheibbrief, 1920

Auch in 1920 gab es Zensur – ein Brief für die Vereinigten Staaten.

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Allgemeine Abbildungen für den 2. Weltkrieg.

Zu dieser Zeit gab es ein tadelloses System Feldpost, mit Nummern.  Wann man auch die Nummer auf dem Kuvert drucken konnte, dann war sein Leben wahrscheinlich fast versichert!  Es scheint uns, daß der Mann der den Brief geschrieben hat, verurteilt war – immer wenn, erstens, es derselber ist, und zweitens, wenn der Brief echt war.  Wir trauen immer weniger, was so verstempelt ist.

FpN. 22042

Feldpostnummer 22042, mit Namen [ausradiert]

Wir glauben, daß was jetzt zu sehen gibt, eine Verfälschung sein muß, obwohl wir das nicht beweisen können.  Es ist nur so, daß wenn ein Sammler absichtlich Schund kauft, was soll man überhaupt davon denken? Sowieso, wir können nur mitteilen, daß die Urkunde, angeblich aus ein Gericht in München kam.  Vielleicht ist  so etwas sowieso nichts wert, da wir nicht ausfinden können, um wem es handelt.

Urkunde, 1938, Dachau

Postzustellungsurkunde an Dr. Robert Wohlrab, Dachau, 26. April, 1938.

 

18.9.41.  Ob das Nächste  echt is oder nicht, die originale Adresse darf hier nicht gezeigt werden.  Wir sehen die Rückseite,  59.5 % kleiner als am Anfang.  Lorenz war überhaupt nicht Oberst bis 1943.  Ähnliches gab es auf e-bay zu kaufen [gesehen 10. Juli 2014] , Datum 13. oder 18. November, 1940, Feldpostnummer 13866, und diesselbe Stempel links, aber als Oberstleutnant. Dies war er aber auch nicht bis Februar, 1943. Wahrscheinlich ist dieser der Grund, das man nur 8 Euro dafür verlangt war; ein gemein Feldpostbrief kostet oft mehr. Oder sollen wir glauben, daß Lorenz Zeit hatte, um Spaß zu machen?  Es scheint auch frachwürding, daß dieser Brief nur der Vierte ist.  Wer sammelt, soll lieber erst kontrollieren.  Genauso komisch werden wir noch etwas zeigen, von einem Brief, angäblich von von Fritsch, 2 Jahre nach seinem Tod geschrieben.

Karl Lorenz Brief Couvert (angäblich)

Sendung von Oberst Karl Lorenz

Hwg.: Hochwohlgeboren(e).

Eine Kleinigkeit, darüber wir künftig mehr wissen lassen wollen:

v. Heider Stempel

Stempel, Korvettenkapitän von Heider, 8. ) Ersatzmarineartillerieabteilung , Husum, Schleswig

Wir möchten gerne mehr wissen über den Kapitän, Otto von Heider. Wir können sagen, das er Kommandeur war der 8. Marineartillerieabteilung von März 1942 bis May 1943.    Dann war er Kommandeur der 19. Schiffsstammabteilung bis August.  Dieser Stempel ist von einem Brief nach von Westhoven in 1942. Wir vermuten das es um Franz Westhoven handelt, aber nur weil die wichtigste Namen ausgesucht werden. .

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Menschenskind! Menschenrechte! Klagen aus Klagenfurt 4.XI.1943

Was ist aber hier los? Folgendes Text ist von einer Dame an ihren Sohn. Was bildet sie sich überhaupt ein?

“Schreibe mir sofort was mit Deinem Urlaub ist, lass nicht locker von selbst kriegst Du ihn nicht. Du hast doch ein Recht darauf wenn Du solange in Russland warst.”

Wahrscheinlich kommt nicht erst die Pflicht. Aber mann muß verstehen, sie, oder sie und ihren Sohn, sind halt so.

“Dieses Fahren heute ist wirklich kein Vergnügen. Hast Du Unahnehmlicheiten [sic!] gehabt durch die Fahrverzögerung, musst Du wenn so etwas ist, vom Bahnhofoffizier eine Bestätigung geben lassen … Hast Du recht ärgern müssen …”

Aber vielleicht is die Sache nicht so schlimm. Die gnädige Frau ratet, “ … aber mach Dir nichts draus … Zähne fest zusammenbeisen [sic!]

Und die Rechten mit eine listiger Schindlerin!

Hier haben wir womöglich etwas echtes, aber wir können fragen, ob den Verkauf verfälschte Briefen auch nicht nützlich gewesen war, für nationalsozialistichen Flüchtlingen im Ausland. Hier handelt es, über was eine Frau nach eine Großstadt in einen heutigen ehemaligen kommunistisches Land schrieb. Der Adressat gehört su ein hohen Rat der Regierung. Der Familienname war uns unbekannt, es kommt aber vor, daß es ein verurteilte Kriegsverbrecher mit diesem Namen gab. Das mag nichts bedeuten, vielleicht war die Frau, die hier uns spricht, oder mehr genau, der Mann den sie erwähnt, ein Art Oskar Schindler, wenn nicht, hat jemand Grund sich zu beschweren.  Merkenswert sind die Wörter “ausgelohnt” und das militarisch “auftreten”.

… ich habe ihn [den Besitzer des Landes] gegen Abend Bericht erstattet, weißt Du, ich komme mir als Verwalterin vor. Ich konnte ihn berichten, daß die Masch vertig bestellt ist, der Roggen ist ab, und die Erbsen sind morgen aufgezogen, die Russen sind heute sehr fleißig gewesen, dafür habe ich ihnen Bier zum Sonnabend bestellt! Sie können sich natürlich nichts mehr kaufen, ich habe sie gestern abend ausgelohnt, – zum ersten Mal! Ich bin mit meine Kasse hiergezogen, N… ließ einen Tisch herausholen, ein Stuhl wurde mir gebracht, dann mußten sie alle auftreten, es war ordentlich lustig, da eine Chinese zählte sogar auf deutsch sein Geld, sie bekamen alle 10.50. Und das ging dann gleich für Bier darauf. Unser 4 Ausreißer kommen auch bald wieder …

 

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Eine Neobuddenbrooksche Geschichte

Hier veröffentlichen der Inhalt 2 Briefen, die uns am Thomas Manns Buddenbrooks erinnern. Einerseits sehen wir ein Art Niederdeutsch, anderseits sehen wir Frommigkeit. Ob der Soldat selber seine christlichen Pflichten treu war, kann man später entscheiden. Er schrieb fast alles auf Hochdeutsch, mit ein paar Ausnahmen, die wir wahrgenommen haben. Woher er kommt, wissen wir nicht; das der Brief nach Ostfriesland geschrieben war, mag etwas bedeuten. Es ist eine Frage für Sprachwissentschaftlern.

13. Dezember, 1943. Mein lütje, leme Prinz. Den lev Papa sist hier feel miet weg feel groten Kößen und denkt an Sie Prinz off de ok düchtig anwient, dem mot ick ja wenn ick woirkam seggen, “mien grote Prinz” denn braug ick die ok feel mat Mois mit Pärdje un Wagen. Ick mag die ja so gern lieden un mugg die gern dicken Kuß gäben, du mußt (rok/vok/nok?) immer moi oder mir woisen.

17.1.44. Mien leev, lüttje Prinz! Du büst nu säker all gau u grooten Prinz. Denn büst du wenn ick wärkam miene groote Knecht. Off wüllt du leever mien groote Jung wäsen. Mußt mi dat mal schreiben. … Ick weer all recht trürig, as ick läsen deh, dat du krank weerst. … du wär bäter, … Nu wille wie hochen dat de Krieg gau ut is. Dann kann ick wär … denn breng ick die ok wat Mois mit. Päärd u Wagen mite Karl drauch. Ot wüllt du leever ein Auto hebben? Du mußt jeden Aben bäden, dat leev Gott helpen mugg, datt dien leev Papa gau wär kummt. Mama of Anna, de sölle die det woll versäggen, denn deiht he dat ok. … un will ick ok noche bietje an unse leeve Mami schrieben …

Zum noch ein Sohn, schrieb er aber so:

3. August 1944 … Bitte dem liebe Gott, Er möge Dir Urteilsfreundlichkeit und Kraft dazu verleihen. Denn ohne Seine Beistand und Seine Hilfe können wir … ja garnichts und wenn wir nur immer gläubig und vertrauensvoll zu Ihn beten, dann wird Er uns solche Bitten auch erfüllen. Um irdische Geschänken wollen wir den lieben Gott nicht bitten, … Mit dem Bitte zum lieber Gott, Er möge ale meine Wünsche an Dir in Erfüllung gehen lassen, Schließe ich diesen Brief. Sei herzlich gegrüßt …

Sein Frau teilte er Folgendes mit:

21. Mai 1945 … … Augenblicklich steckt die ganze Urlaubsbesetzung wieder hier in Griechenland, denn die Einsatztruppen haben augenblicklich schweren Kämpfe mit der Banden (Partisanen) die in der letzter Zeit wieder ziemlich frech Geworden sind. Es werden Fast jeden Tag welchen erschossen, die kommunistischen Banden angehören. Das stört alles in allem sehr die Urlaubsangebung. … Heute morgen müßten wir mit den Italienern zur Entlaüßung … .

 

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Filme

Oft schrieb der deutsche Soldat, daß er eine Filmschau gesehen hat.  Wir finden folgendes merkwürding:

8.VIII.42 … Gestern abend war ich noch im Kino.  “Die Große Liebe” habe ich gesehen.  Mir hat es ausgezeichnet gefallen.  Vor allen die Rollen besetzung war sehr gut, Schwarz seine Rolle war ja nicht besonder groß, aber wenn man bedenkt, daß Schauspieler wie Portloff, Paul Bildt, Erich Dunskus noch kleinere Rolle haben, ist seine Rolle immerhin noch groß.  Daß Wolfgand Preiss, de den Olt. Etzdorf spielte, eine Glatze haben soll, kann man sich denken, ween ich heute noch nicht zurück fahren kann, habe ich die Absicht mir [folgendes haben wir verstanden als] “Florenz in Flammen” anzusehen [aber wir wissen nichts von so ein Film].

Auch erwähnte man: den 1939 Film “Mutterliebe” (12.3.40); den 1942 Film ““Hab mich lieb”, (22.4.43);  und auch, “Die Goldne Spinne”; “Zwei in einer GrossStadt”,  [richtig: Zwei in einer großen Stadt, (28.3.42)]; “Eine Frau für 3 Tage” (3.11.44); und von 1943,  “Der weiße Traum” (18.VIII, 194). Ein Soldat sah  “Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher”, und las  Vom Winde verweht und Eduard Mörikes, Mozart an die Reise nach Prag (18.VIII, 1944).  Das gibt dann, daß der Deutsche Soldat, soviel wir in 4 – 500 Briefen gesehen haben, mehrmals von Film und Bücher schreibt, als mit “Heil!” den Brief schließt.

 

Hier Wird der Krieg Gewonnen : Schwerer Kampf in russischem Wald

Da das Komma mindestens zweimal fehlt, muß hier mit Vorsicht gelesen werden. Es ist eine Schande, daß so ein poetischen Text durch Fehlern etwas verliert. Was aber bleibt, mindestens zu jener Zeit, ist der Optimismus.

Im Osten, den 5.6.1943 … ich sitze hier vor unseren Buncker auf einer Munitionskiste … Ringsum mir herrum [sic!] Wald, Wald, und nochmals Wald die Sonne selbst scheint schüchtern durch das grüne Blätterdach. Aber hoch über uns mit Stolz erfüllt und den Russen langsam den Grauen in den Nacken steigen lässt. [sic!] Doch jennseits [sic!] dess [sic!] grossen Flusses bellen die russischen Maschinengewehre und hören wier [sic!, immer so dannachher] den Abschuss der russichen Granatwerfer jedesmal wenn er hier ein paar Granaten rübersendet müssen wier wie eine Wiesel im Buncker verschwinden, wenn dann alles vorbei ist gucken wier vorsichtig um die Ecke und krabbeln wieder heraus … (den 26.8.43) … hier tobt augenblicklich ein schwere Kampf, welcher wohl auch die Entscheidung des Krieges herbeiführen wird unsere Aufgabe ist es die Front hier zu halten können wir das dan ist auch den Krieg für uns geweonnen. Der Russe will sein Ernährungsgebiet wieder haben und bekomt [sic!] er es nicht, so ist er eben verloren.

In Zukunft schreiben wir vielleicht mehr über die arme Frau, über wem das Folgendes sich handelt:

Hilfe verlangt.

Bitte eine lediger Hausfrau oder Kriegswitwe, an der Gemeinde Wickenrode, 1944.

Soweit wie es verstanden ist, veröffentlichen wir:

Ich, die … [ausgelassen], geb[oren] … [ausgelassen]… zur Zeit in Wickenrode, Wohnsitz … [ausgelassen], in … [ausgelassen] ein Kind geboren, jung [?] ohne Haushalt de? ich bisher bei meinen Eltern in Berlin wohnte, benötige zu Haushaltesgründung [?] noch dringendst: 1 Waschtopf …, 1 Spülschüssel … 1 Haarsieb (Teesieb), … 1 Milchkanne … oder Kaffeeflasche, 1 Bügeleisen, 1 elektrische Kochplatte oder elektr[ischen] Topf.

Mit Bügeleisen und elektrische Kochplatte verlangt sie ein bisschen zu viel, ich habe in ein Land ein Krieg erlebt, da man den Ratschlag gab, Strom nicht zu schwänden für solche Sachen wie das Bügeln.

Auch unglücklich ist die Geschichte ein Kriegsgefangener in Frankreich. Seine Verwandten rieten ihn, nicht zurück nach Deutschland zu kommen, das er dann unter die Sowjetregierung wäre. Ein Teil bleibt in Deutschland, noch Anderen gingen nach Österreich. Der Gefangener bekommt in September 1949, ein Päckchen aus Wien geschickt, daß nicht genau den Hunger wegnimmt.

Liste - Päckchensinhalt für ein Kriegsgefangener

Inhalt eines Päckchens für ein Kriegsgefangener in Brest, Frankreich.

Die Archive in Argentinien haben nicht mehr viel von Folgendes.  Mit Glück, wie ich, werden Sie etwas auf ebay finden.  Auch besser Erfolg, wenn Sie das Geld haben, so etwas zu kaufen!  Ich habe einfach zu wenig!

Graf Spee Kriegsgefangenen  - Erulaubnis

Erlaubnis für Kriegsgefangener des Panzerschiffes Graf Spee, 1941 und 1942, das Insel Martin García für einige Zeit zu verlassen.

Um Schwierigkeiten zu vermeiden, haben wir das Hakenkreuz nicht in Sicht. Irgendwie findet sich folgendes Bild in eine Sammlung.  In das schwedische Wikipedia, wird es behauptet, frei zu sein, obwohl wir das nicht behaupten wohlen.  Wenn Sie das “Original” sehen wollen, hier ist’s, die Suchmaschine für Deutschland zeigte es nicht! Wir zeigen es wie ein “Anhänger” es gesehen hat.

Erich Raederer

Gerahmtes Foto – Erich Raeder – Oberbefehlshaber der Reichs- u. Kriegsmarine

Es ist komisch, das etlicher Wörter nicht groß geschrieben waren.  Entweder Walter wollte das Bild nicht, oder es kam nie an.  Ich behaupte nicht, die Rechte zum Photo selbst, sondern zu das gescannte Ganzen. Der Besitzer hat, je freilich, das Recht es auch zu kopieren. Jetzt, Post von und zu Rußland, 1946.

Postkarten aus ein Lager u. zu ein Kriegsgefangener, die Beide in Rußland

Postkarten aus und nach Rußland, 1946. Der Krieg ist fertig, Schwierigkeiten bleiben.

Es ist interessant zu merken, daß die Russen nicht Lateinschrift verlangt haben:

Deutsche Schrift aus Rußland, 1946

Stück eines Briefes aus Rußland, 1946, alte Deutsche Schrift.

Vielleicht war der Brief nie abgeschickt, obwohl von was wir wissen, waren die Russen nicht so streng wie die Britischer und Nordamerikaner.

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Hier ist es schön

Aus ein Feldpostbrief, FpN 21750 D, Frankreich, 27.4.40, mit vielen Fehlern, der Kerl weiß nicht mal, ob er seine Schwesters Namen mit “C” oder “K” schreiben soll:

Liebe schwester …, Die besten grüßen aus den schöne Süd Frankreich sendet dir X.  Jetzt, C., legen wir in der Stadt Doua ([sic!] (für Douay) etwa 200 Km Südlich von Paris, und machten schon 3 Tag auf den Stranspord ([sic!], für: Transport?)  der uns auf der Küste bringen soll. Die berühmte Stadt Bordeouse ([sic!] für Bordeaux). Von da werden wir den Tomi ([sic!] für Tommys) bearbeiten. … In Gesich [sic!] bin ich so braun wie ein Neger. … Bestelle Cl. viele Grüße und sag Ihr das [sic!] ich nur den alerbesten [sic!] Schampawaijne [sic?] Trinke. Das ander ist für mich nichts mehr.  Kl. fragt im Brief nach die wuste [sic!] daß das best Getränk Schampaingjm ist. Es wergt [sic?] bei uns kein Tag das ich nicht 4 oder 5 Flasche Tringe [sic!]. Das kost ja alles nichts. Prost. … Prost, Prost, auf unser Sieg.

Hier, auch, ein Brief ungefähr so geschrieben, es kann aber auch eine Mischung von Fehler geben, da es ganz schnell kopiert war. Aus ein Feldbrief, Frankreich, d. 6.10.40 :

Liebe E. … Ich habe das Glück gehabt am Samstag [?] am 30… mit nach Paries [sic!] fahren wo ich alle sehenswürdigkeiten [sic!] gesehen habe. So etwas sehe ich in meinen Leben nicht wieder. Nur eins gefiel mir nicht, wir dürften nicht in die Geschäften und dürften kaufen [sic!] aber trotz (alle) dem das werde ich nie wieder vergessen. Von Eifelturn [sic!] wirst Du wohl auch schon mal etwas gehört haben, es ist 320 M. hoch. Ich habe mir einen kleinen Turm zum andenken mitgenommen. … ich bin Gruppenführer [jetzt], seit die Zeit sitze ich jedem aben [sic!] und lerne aus Büchern damit ich mich beim Dienßt von den anderen Obersten [oder “Obersetzen”, wie “Obtztzen” geschrieben) nicht auslachen zulassen brauche, die könne bis jetzt alle noch eine scheibe [sic!] von mir abschneiden.

Man spricht nicht immer von Frankreichs Schonheit, aber es gab, es scheint, immer Optimismus.  Genau 2 Wochen nach dem Anfang der Luftschlacht um England, schrieb man so, aber zu viel mal die Fehlern mit “sic” ist ein bißchen langweilig:

In Frankreich, d. 24. Juli 40. Meine liebe L. … Hoffentlich hat der [sic?] Abreibung, die die Engländer zu bekommen haben, mittlerweile angegangen[sic?, für “angefangen”] . Wir hören hier zo gut wie garnichts [sic!]. Da sind Ihr zuhause viel besser daran, dann Ihr erfahrt Alles viel früher. In der nächste Krieg nehme ich mir einem Kofferadio mit, nur wird’s vielleicht so kommen, daß wir wohl einen Apparat eher keinen Krieg mehr bekommen auf lange, lange Jahrzehnte. Es dürfte Alles genügt haben, die glaubten nur an den Wimpern klimpern zu können glaubten [sic!]. Wenn es überhaupt möglich wäre, häten [sic!] die Engländer besser daran, ihren ganze Kram mit Kind und Kegel nach Kanada oder sonstwohin zu transportieren. Wenn nämlich jetzt von “Hermann” auf den Knopf gedrückt wird, stürzt über England den Himmel ein. Übrigens ist “Hermann” jetzt mein neuer Chef. …

Wir haben keine Ahnung, was damit gemeint war.  Es war niemand, in der Luftwaffe.

Nicht jederman had die selber Einsicht.  So schreibt einer, [nicht wörtlich, da es vergessen war, auf deutsch abzuschreiben].

 … was Deutschland ist, kann Frankreich niemals sein … die Frauen schminken sich auch den Mund … bis sie 50 Jahre alt sind, und ich glaube, bis sie sterben.

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Weihnachten. Stille Nacht?

Hlg. Abend - Feier

Weihnachtsfeier I

Sollte es nicht möglich sein, die Schrift zu lesen, lassen Sie mir wissen, und ich werde die Schwierigkeit erledigen.

Ein Feier, daß nicht so war, aber noch zum Aushalten, lesen wir in eimen Brief aus Rußland, Datum 25.12.42.

… Habe unser Heiligen Abend in einem ganz schlichten Erdbunker gefeiert. Die Hauptsache ward daß unse die Rußen nicht beläßtigen, wo wir bestimmt damit rechneten. Wir hatten eben dann schon daß Nötige gezeigt Er ist nur 100 Metr von uns entvernt [sic!]

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Alles Lustig

Vieles passiert, die Soldaten frieren in Rußland.  Endlich, die Krim, dann die ganze Ukraine, und fast ganz Rumänien ging verloren.  Nichtdestoweniger, hier wird in Mai, 1944 für die Kamera gelächelt:

"Bundesarchiv Bild 183-J10080A, Cottbus, Fahrbare Feldpostannahme"

Bitte hier schauen für mehr Auskunft.

“Bundesarchiv, Bild 183-J10080A / Schwahn / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons” href=”http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABundesarchiv_Bild_183-J10080A%2C_Cottbus%2C_Fahrbare_Feldpostannahme.jpg”

Wie gesagt, wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mein Deutsch verbessern.  Erst, aber, die Abbildungen!   May 10, 2014.  Paul Karl Moeller. Mehr soll kommen!

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